Mehr Bewegung im Job – so geht's

Eine Mitarbeiterin in Warnweste streckt an ihrem Arbeitsplatz in einer Produktionshalle die Arme über den Kopf.

Bewegung & Ergonomie

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Bewegung hält gesund, doch im Arbeitsalltag kommt sie oft zu kurz. Ob stundenlanges Sitzen im Büro, schweres Heben auf der Baustelle oder immer gleiche Handgriffe im Verkauf: Einseitige Belastungen machen auf Dauer krank. Mit diesen Maßnahmen können Sie Bewegung fördern und Beschäftigte fit halten.

Warum bewegungsförderliches Arbeiten so wichtig ist

Bewegung ist eine Grundvoraussetzung für Gesundheit. Doch der Arbeitsalltag sieht oft anders aus. Oft kommt Bewegung zu kurz – oder sie belastet den Körper einseitig. Wer den ganzen Tag sitzt, riskiert Verspannungen, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer dauerhaft steht, schwer hebt oder immer gleiche Handgriffe ausführt, spürt die Folgen ebenso: Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Ermüdung.

Studien zeigen: Bewegungsmangel gehört zu den größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit. Doch schon kleine Änderungen im Arbeitsalltag können helfen, Beschwerden vorzubeugen. Bewegungsförderliches Arbeiten bedeutet, den Körper nicht einseitig zu belasten, sondern Abwechslung zu schaffen – durch wechselnde Tätigkeiten, ergonomische Hilfsmittel und kurze Bewegungsimpulse. So bleiben Mitarbeitende leistungsfähig und gesund.

Das können Betriebe für mehr Bewegung tun

Im Arbeitsalltag

Gestalten Sie Arbeitsplätze und Abläufe so, dass Bewegung selbstverständlich dazugehört – ohne die Arbeit zu stören. Das kann so aussehen:

  • Ergonomische Gestaltung: Höhenverstellbare Möbel im Büro, Werkzeugwagen in der Werkstatt oder leichte Transporthilfen auf der Baustelle schonen Rücken und Gelenke.
  • Aktive Pausen: Kurze Dehnübungen oder Aufstehen beim Telefonieren bringen Durchblutung und Konzentration zurück. Auch Schulterkreisen am Schreibtisch oder ein kurzer Gang ins Lager sind kleine, wirksame Impulse für mehr Bewegung.
  • Alltagswege nutzen: Treppe statt Aufzug, ein Gang zur Kollegin statt eine E-Mail zu schreiben – es sind kleine Routinen wie diese, die Bewegung selbstverständlich machen.
  • Wissen und Schulungen: Workshops zeigen, wie man im Handwerk Lasten rückenschonend hebt, im Büro dynamisch sitzt oder im Verkauf durch kleine Haltungswechsel Beschwerden vermeidet. Mitarbeitende lernen einfache und alltagstaugliche Übungen kennen.

Außerhalb der Arbeitszeit

Auch jenseits der eigentlichen Arbeit können Sie Bewegung fördern und damit die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden langfristig unterstützen:

  • Betriebssport und Sportveranstaltungen: Ein gemeinsamer Firmenlauf beim Stadtfest, Yoga im Pausenraum oder eine Laufgruppe nach Feierabend fördern Teamgeist und regelmäßige Aktivität.
  • Fitnessanreize: Zuschüsse fürs Fitnessstudio, vergünstigte Schwimmbadkarten oder ein Fahrrad-Leasing über den Arbeitgeber motivieren zusätzlich zur Bewegung.
  • Sportausstattung: Manche Betriebe stellen Fitnessräume oder kleine Sportgeräte wie Faszienrollen oder Therabänder bereit, die vor oder nach der Arbeit genutzt werden können.

Von jeder Maßnahme für mehr Bewegung profitieren Sie doppelt: Mitarbeitende sind fitter, konzentrierter und weniger gestresst. Langfristig sinken krankheitsbedingte Ausfälle, Motivation und Leistungsfähigkeit steigen – und Beschäftigte nehmen das Gelernte auch mit nach Hause.

Mit Betrieblicher Gesundheitsförderung für mehr Bewegung sorgen

Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) können Sie das Thema Bewegung im Job aktiv angehen – und passende Maßnahmen auswählen und ausprobieren. Das können zum Beispiel Arbeitsplatz-Checks sein, bei denen Expertinnen und Experten wie Physiotherapeutinnen oder Sportwissenschaftler vor Ort im Betrieb schauen, wo Bewegungsrisiken lauern, aber auch die Vermittlung von Trainerinnen und Trainer für Schulungen oder Krankenkassen-Programme für aktive Pausen im Betrieb.

Wie Sie am besten starten, besprechen unsere Expertinnen und Experten der Krankenkassen gern persönlich mit Ihnen in einer kostenlosen und neutralen Erstberatung. Gemeinsam schauen wir: Was passt zu Ihrem Betrieb? Was ist machbar? Wer kann dabei helfen? Auf Wunsch vermitteln sie den Kontakt zu einer Krankenkasse oder einem anderen Träger wie die Unfall- oder Rentenversicherung, damit Sie in die konkrete Umsetzung gehen können.

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