Wie geht es nach der Erstberatung weiter?
Sie sind motiviert und wollen die Gesundheit in Ihrem Betrieb verbessern? Die Erstberatung ist ein wichtiger und hilfreicher Schritt hierzu. Sobald Sie diese absolviert haben, kann es ganz praktisch losgehen.
In der Regel bleibt die Krankenkasse, die Sie beraten hat, auch weiter an Ihrer Seite. Manchmal werden Sie aber auch an eine andere Krankenkasse vermittelt, zum Beispiel an die, bei der die meisten Ihrer Mitarbeitenden versichert sind. Oder, wenn es besser passt, an einen anderen Sozialversicherungsträger wie die Renten- oder Unfallversicherung.
Egal wer Sie begleitet: Jetzt wird es konkret. Ziel ist es, die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) Schritt für Schritt umzusetzen – genau so, wie es zu Ihrem Betrieb passt. Betriebliche Gesundheit lässt sich dabei auf zwei Wegen fördern: durch gesundes Verhalten (z. B. Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung) und durch gesunde Verhältnisse (z. B. Arbeitsmittel, Abläufe, Pausenregelungen). Beides zusammen bringt den besten Effekt.
In vier Schritten zum gesunden Betrieb – mit Unterstützung der Krankenkasse
Nach der Erstberatung starten Sie gemeinsam mit Ihrer unterstützenden Krankenkasse in den BGF-Prozess in vier Schritten. Das läuft in der Regel so ab:
Zu Beginn: Gemeinsames Ziel klären
Eine Gesundheitsmanagerin oder ein Gesundheitsmanager der Krankenkasse erklärt Ihnen noch einmal genau, was BGF ist und was sie leisten kann. Außerdem sprechen Sie gemeinsam darüber, was Sie erreichen wollen, was Ihnen wichtig ist und wie die Zusammenarbeit aussehen soll.
Schritt 1: Herausfinden, wo Ihr Betrieb steht
Jetzt schauen Sie, wo es im Betrieb Verbesserungsbedarf gibt. Dazu können Sie verschiedene Instrumente nutzen, zum Beispiel Kurzinterviews mit Mitarbeitenden, Arbeitsplatzanalysen oder die Auswertung von Krankmeldungen. Die Krankenkasse unterstützt Sie dabei, die Instrumente auszuwählen, die sich am besten eignen.
Schritt 2: Ergebnisse auswerten und Maßnahmen planen
Die Ergebnisse Ihrer Analyse besprechen Sie mit der Geschäftsführung: Was ist auffällig? Wo besteht Handlungsbedarf? Was soll passieren? Ziel ist es, über Maßnahmen zu entscheiden. Für die Umsetzung steht Ihnen anschließend die Gesundheitsmanagerin oder der Gesundheitsmanager der Krankenkasse zur Seite. Das können Gesundheits-Checks, Rückentraining und Ernährungstipps sein genauso wie Workshops zu Stressbewältigung oder besserer Kommunikation.
Schritt 3: Maßnahmen umsetzen
Jetzt wird es praktisch. Die geplanten Maßnahmen starten – angepasst an das Unternehmen. Hierbei werden die Verhältnisse im Betrieb sowie das eigene Verhalten der Beschäftigten gleichermaßen berücksichtigt. Beispiel: Eine Fachkraft für Physiotherapie zeigt Monteurinnen und Monteuren, wie sie rückenschonend schwere Dinge laden. Zusätzlich gibt es ein kleines Training für effizientere Arbeitsabläufe.
Schritt 4: Rückblick und Ausblick
Zum Schluss schauen Sie gemeinsam zurück. Die Gesundheitsmanagerin oder der Gesundheitsmanager wertet mit der Geschäftsführung aus: Was wurde erreicht? Was hat sich verbessert? Wo braucht es mehr oder andere Maßnahmen? Auch nach dem Projekt bleibt die Krankenkasse an Ihrer Seite. Denn im Idealfall machen Sie BGF zu einem Prozess, den Sie mit Hilfe Ihrer Krankenkasse Schritt für Schritt ausbauen und verbessern. Die Unterstützung der Kasse ist dabei auch eine Hilfe zur Selbsthilfe, die Sie dazu befähigt, jederzeit selbstständig weiterzumachen – und somit nachhaltig die Gesundheit in Ihrem Betrieb zu stärken.
